Nach Hause

Die sechs Tage bei Mama und Papa waren toll. Ich hab die Zeit sehr genossen.

Ich habe gestern den ersten Tag bei Mama und Papa ausschlafen können. Welch ein herrliches Gefühl. Ich war noch so satt von den Tagen zuvor, dass ich mittags nur einen Kloß, etwas Blumenkohl und eine Kelle voll Gulasch hatte. Völlig ausreichend. Nach dem Mittag gings dann ans packen. Dafür, dass es Weihnachten nur kleine, aber recht teure, Geschenke gab war mein Koffer ziemlich voll.

Ich war noch Oma und Opa besuchen, weil ich am ersten Feiertag meine Jacke dort vergessen hatte.
Eine Stunde bin ich geblieben und Oma hat mir viel von ihren Eltern erzählt und von Opas Eltern. Im Krieg zu leben war wirklich nicht schön. Als ich wieder nach Hause kam habe ich mit Mama und Papa noch eine Tasse Kaffee getrunken.
Mama hat mir noch erzählt, dass meine kleine Nichte IM Krankenhaus liegt seit ihrem Geburtstag. Die kleine ist 4 Jahre alt und wurde am zweiten Weihnachtstag geboren. Ich habe sie leider nie kennen lernen dürfen, weil ich zu meinem Bruder seit knapp 10 Jahren keinen Kontakt mehr habe. Sie hat wohl eine Lungenentzündung und sehr schwach Herztöne. Mama musste da auch schon durch. Ich hoffe es geht alles gut. Schade um die kleine, aber was solls. Was man nicht kennt vermisst man nicht.
Um 17 Uhr ging dann mein Zug wieder Richtung Berlin. Die Fahrt war entspannt und ich bin ohne Umstände schnell nach Hause gekommen.

Zu Hause war alles wie immer. Christin hatte ihren freund zu Besuch und die beiden haben sich immer in ihrem Schlafzimmer verbarrikadiert. Nachdem ich bei meinen Eltern angerufen habe um Bescheid zu geben, dass ich gut daheim angekommen bin gings ans auspacken. Das hat eine ganze Zeit in Anspruch genommen.

Der erste Arbeitstag nach sechs Tagen frei verlief, wie erwartet, sehr ruhig. Ich war die ersten zwei Stunden alleine und konnte mich ein wenig meinen Sachen widmen ohne gestört zu werden. Nach der Arbeit hab ich mich dann mit Christin und Steven (ihr Freund) zum einkaufen am Ringcenter getroffen. Wozu drei Leute einkaufen gehen müssen war mir von Anfang an unbegreiflich aber gut. Die Leute wirkten wie immer gestresster als nötig im Laden.

Heute ist wieder ein Tag an dem ich Viel an Robin denken muss. Kein schönes Gefühl wenn man bedenkt wie er mich behandelt. Ich habe dann gestern mein Online-Dating-Profil vervollständigt und heute noch Fotos hochgelegen, dass mich die Jungens auch sehen können. Laut meinem Jahreshoroskop finde ich im neuen jahr die große Liebe. Na ich bin gespannt wie ein Schlüppergummi. Ich gebe nichts auf Horoskope. Jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich und das können irgendwelche Astroheinis im Leben nicht beeinflussen. Aber wir werden sehen was kommt.
Die Silvesternacht rückt auch immer näher und meine Lust zu feiern schwindet von Tag zu Tag mehr. Jeder Single kann sich sicher vorstellen wie schön es ist allein unter Pärchen ins neue Jahr zu starten ohne einen eigenen lieben Schatz an der Seite zu haben.
Wo wie wieder zu Robin kommen. Ich hätte diese Nacht gern mit ihm verbracht, aber an seinem nichts tun merkt man wie sehr er sich für mich interessiert und mich auch nicht im geringsten vermisst. Diese Erkenntnis tut jedes mal aufs neue weh. Aber was soll man machen ? Life is hard.
Ich lasse den abend mit meinen liebsten Zeichentrickfiguren ausklingen und versuche heute etwas eher schlafen zu gehen. Neuer Tag. Neue Herausforderungen.

29.12.14 21:26

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